Rechtliche Risiken in der Administration von Entgeltumwandlung

PensionCapital - Martin Sauter über Rechtliche Risiken in der Administration von EntgeltumwandlungIn der Verwaltung von betrieblichen Sozialleistungen lauern zahlreiche rechtliche Risiken. Insbesondere die Unübersichtlichkeit der arbeitsrechtlichen Bedingungen ist eine Herausforderung für Unternehmen und die Personalabteilung. So kann es zu Haftungsrisiken und Schadensersatzansprüchen kommen.

Typisches Beispiel Entgeltumwandlung
Das weit verbreitetste Thema im Bereich betrieblicher Sozialleistungen ist die Entgeltumwandlung. Denn Unternehmen müssen sich in Deutschland mit dieser beschäftigen, da jeder Mitarbeiter einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung hat. Dabei stellt sich oft die Frage, wie sich diese unternehmensintern rechtssicher verwalten lässt.

Martin Sauter, Geschäftsführender Gesellschafter der PensionCapital München, beleuchtet in unserem aktuellen Video die Frage der Administration von Entgeltumwandlung.

Größte Rechtsrisiken
Insbesondere zwei Bereichen muss von Unternehmensseite Beachtung geschenkt werden. “Die größten Rechtsrisiken liegen zum einen in der Fluktuation von Mitarbeitern. Neue Mitarbeiter bringen zunehmend Altersvorsorge-Verträge von Ihrem Vor-Arbeitgeber mit und möchten diese fortführen. Und auch beim Ausscheiden gibt es zahlreiche Fristen, die zu beachten sind. Als zweites Thema wäre da natürlich noch der Datenschutz, der heute noch größtenteils stiefmütterlich behandelt wird”, benennt Martin Sauter die Risiken.

Datenschutz ist typisches Risiko
“Ganz einfach und auch hauptsächlich ist es der unverschlüsselte Versand von persönlichen Daten des Mitarbeiters an Versicherungsgesellschaften oder an Dienstleister, die die Personalabteilung täglich bei den betrieblichen Sozialleistungen unterstützen”, skizziert Martin Sauter ein typisches Beispiel.

Gerade der Bereich der Entgeltumwandlung und der damit verbundenen Versicherungsaspekte muss diskret behandelt werden, geht es dabei doch um Fragen der Gesundheit, des Einkommens oder der Religionszugehörigkeit. Dabei steht zuletzt nicht nur ein rechtliches Risiko im Raum, sondern vor allem ein Vertrauensverlust beim Mitarbeiter.

Beratung in der Entgeltumwandlung notwendig
Martin Sauter betont daher den Bedarf professioneller Beratung für die Unternehmen, denn oftmals handelt es sich bei der Entgeltumwandlung um “versicherungsgetriebene Produktverkäufe, die letztlich über die arbeitsrechtlichen Notwendigkeiten keine Auskunft geben.” Dabei würden die Unternehmen oftmals mit der Administration allein gelassen. Der Anspruch der PensionCapital ist es daher, Unternehmen zu helfen, Prozesse zu vereinfachen und klare Regelungen für die Mitarbeiter in der Personalabteilung zu schaffen. So entsteht ein sichererer Umgang mit den sensiblen Daten.

Das Interview mit Martin Sauter als Video:

Generell gilt für die Entgeltumwandlung das, was auch für die betrieblichen Sozialleistungen gilt: Bei der Einführung müssen Unternehmen juristische und administrative Faktoren berücksichtigen.

Im zweiten Teil geht es um Lösungen in der Verwaltung von betrieblichen Sozialleistungen durch die Einführung von Dokumentenmanagement-Systemen und klaren Prozessen.

Das Video entstand im Rahmen der “Zukunft Personal 2014“ in Köln.

 


PensionCapital ist ein inhabergeführtes Beratungshaus für betriebliche Sozialleistungen. Sie steht für individuelle, lösungsorientierte Beratung und nachhaltige Konzepte. Der Hauptsitz der PensionCapital befindet sich in Bremen. Darüber hinaus gibt es Niederlassungen in München, Hamburg und Stuttgart. Insgesamt ist die PensionCapital in Deutschland und Österreich an sieben Standorten vertreten.